Australiens Entdeckung
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Australiens Entdeckung

Wer durch Australien reist, kommt gezwungenermaßen mit ihm in Berührung: James Cook ist auch lange nach seinem Tod allgegenwärtig und Namenspate für diverse Institutionen. Als britischer Seefahrer wurde James Cook durch seine drei Seefahrten durch den Pazifischen Ozean, auf denen zahlreiche Inseln entdeckte und vermaß.

Als die ersten Europäer im 17. Jahrhundert die Küsten des Kontinents erreichten, wurde dieser New Holland benannt. Erst im Jahre 1770 erreichtete James Cook mit seiner Flotte die Ostküste des heutigen Australiens und beanspruchte das Land für Großbritannien. Mit der Absicht diese neue Welt als Sträflingskolonie zu nutzen, erreichte am 26. Januar 1788 die sogenannte “First Fleet“ bestehend aus elf Schiffen des britischen Königreich Sydney Cove. An Bord waren rund 1.500 Menschen, Männer sowie Frauen. Die Hälfte von ihnen waren Strafgefangene. Vorort errichteten diese die erste Siedlung, welche nach dem englischen Innenminister Lord Sydney benannt wurde.

Am Ende der Sträflingstransporte im Jahre 1868 wurden insgesamt über 160 000 Menschen auch Großbritannien als Strafgefangene nach Australien verschifft. Physische Ausbeutung und harte Strafe für niedrige Vergehen standen für die Häftlinge auf der Tagesordnung. Zahlenmäßig deutlich Unterlegen, waren weibliche Gefangene zusätzlich sexuellen Übergriffen ausgesetzt.

Viel gravierender waren die Aboriginals vom Einfall der britischen Kolonialisten betroffen. Vertreibungen und Verfolgungen beeinträchtigten ihr Leben, ebenso wie die Krankheiten, wie zum Beispiel die Pocken, die von den Europäern eingeschleppt wurden. Nicht immun gegen diese, bezahlten unzählige Aboriginals mit ihrem Leben. Im starken Kontrast dazu stand das Leben der freien Siedler. Von der Regierung erhielten sie Land zugesprochen.

Um 1820 erreichten immer mehr Schiffe mit Immigranten aus Großbritannien die Küsten des roten Kontinents, die auf der Suche nach schnellem Wohlstand und Abenteuer waren. In der Heimat sprach sich die Nachricht von günstigen, weitläufigen Ländereien sowie ertragreicher Arbeit wie ein Lauffeuer herum.

Befanden sich die gewünschten Landabschnitte in den Territorien der Aboriginals, vertrieben Siedler, auch “squatters“ genannt, die Ureinwohner aus diesen Gebieten, wobei sie selten zimperlich vorgingen und sich der Waffengewalt bedienten. Mitte des 19. Jahrhundert löste die Entdeckung von Gold in den Staaten New South Wales und Zentral Victoria im Südosten des Kontinents einen neues Rennen auf den Kontinent aus.

Goldsucher strömten zu Tausenden in die Regionen. Unter ihnen waren vor allem junge Männer. Auch zwilichtige Gestalten, wie illigale Likörverkäufer und Prosituierte aus aller Welt folgten dem Glanz des Goldes. Zu dieser Zeit versuchte der britische Governeur mit monatlichen Lizenzen und mittels bewaffneter Truppen diesen Entwicklungen entgegen zu wirken. Die Goldsucher hatten für die Nutzung eines flächenmäßig festgeschriebenen Claims monatlich eine Gebühr an die Kolonialbehörden zu entrichten.

Eine Entwicklung, aus der sich im Jahre 1854 die “Eureka Stockade“ in Ballarat formierte, jener blutiger Protest der Goldsucher gegen die britische Kolonialherrschaft, der gerechtere Lizenzsysteme forderte. Die protestierenden Goldsucher waren gegenüber den bewaffneten Truppen der Kolonialherrscher chancenlos. Bei der Niederschlagung des Aufstandes kamen fünf Soldaten sowie 30 Goldgräber ums Leben. Abgesehen vom tragischen Ausgang der “Eureka Stockade“ führten die Erträge aus Gold und Wolle vor allem in Sydney und Melbourne zu hohen Investitionen, aus denen sich zwischen 1880 und 1890 moderne Städte mit einer hohe Lebensqualität für Einwohner entwickelten.

Lange nach der Zeit des großen Navigators James Cook wurden am 1. Januar 1901 die sechs Staaten des roten Kontinents zur einer Nation mit einer einheitlichen Verfassung zusammengeschlossen.

Heute ist der 26. Januar offizieller Nationalfeiertag zu Ehren der Ankunft der “First Fleet“ in Sydney im Jahre 1788.Dieser “Australia Day“ wird groß gefeiert. Neben Festen und Feuerwerken wird unter anderem der Australier des Jahres gewählt. Überall auf dem Kontinent findet man grillende und Cricket spielende Australier, die bis tief in die Nacht feiern.